Auch das ist Indien


Bara Imambara

Durch das große Rumi Dwarza Pol, das große Türkentor betreten wir eine andere Welt.


Ich fühle mich wie in Indiens 1001 Nacht.

Das Große Mausoleum wurde im Jahr 1784 gebaut. Einer der mächtigen Nawabs, Asaf-du-Daulah, ließ seine Ruhestätte als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme während einer Hungersnot errichten. Die Haupthalle ist 15 Meter hoch, 55 Meter lang und ca 20 Meter breit. Sie hat keinerlei tragende Säulen, für diese Zeit eine architektonische Meisterleistung. Die Halle ist ein Gebetsort.

Hier dürfen die Frauen beten:



Und hier beten die Männer:



Diese Unterschiede sind für die „Alte Welt“ bezeichnend , gerade in einem Land, in dem das Leben einer Frau viel weniger wert ist als das eines Mannes.

Aber seien wir ehrlich, auch bei uns gibt es immer noch in manchen Bereichen diese Unterschiede.


Der Saal ist beeindruckend, riesig, offen, bunt detailreich.

Es lohnt sich ein Blick auf die kleinen schmucken Einzelheiten.

Ja, die Menschen waren schon immer kreativ und verschwenderisch, wenn sie ihre Religionsführer verehrt haben.







Diese schönen kunstvollen Gitarren geben leider keine harmonischen, fröhlichen Töne von sich. Wir hören, dass das Waffen sind, ja auch hier sind die Menschen bis heute (leider) sehr kreativ.




Diese ganze Pracht begeistert uns. Aber der Detailblick offenbart auch einen beginnenden charmanten Verfall:








Das zeigt die Vergänglichkeit in allem. Letztendlich können wir nichts festhalten, schon gar nicht das, was unser Leben ausmacht.

Die Bara Imambara ist voller Symbolik, denn nun kommen wir zu meinem persönlichen Höhepunkt, die Bhuul Bhulaiya, einem sogenannten Labyrinth von zahlreichen halb- und stockdunklen Gängen und Aussichtsgalerien.





Wir kämpfen uns auf Socken oder barfuß durch etliche enge Gänge (an besonderen „Nadelöhrstellen“ Immer froh, dass das Frühstück schon so lange her ist), steile Treppen, plötzliche Kurven und unvermittelte Stufen...

Bis, ja bis wir an einen strahlenden Ausweg gelangen, eine neue Perspektive:



Wir gehen dem Licht entgegen und begrüßen die Sonne und eine grandiose Aussicht.






Nach dem Abstieg, wieder durch das Labyrinth ist das lustwandeln im sonnigen Park umso schöner!








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Ich bin Karin Freist-Wissing, Musikerin,

im Februar 2020 fahre ich mit einer Delegation der Andheri-Hilfe Bonn nach Indien, um dort Menschen kennenzulernen und zu unterstützen, sich und ihren Familien ein selbstbestimmtes Leben aufbauen zu können.

Ich freue mich auf das Land und die Menschen in Indien.

Viel Freude mit meinem Blog www.karindien2020.com

 

 

 

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