Bagaura, was ist das?

Nur noch drei Tage! Wir werden verschiedene Projekte auf unserer Reise von Heyderabad in der südlichen Mitte von Indien, über den Nord-Osten in Lucknow bis Neu Delhi besuchen.

Ganz besonders gespannt bin ich natürlich auf unser Projekt: BAGAURA.





Bagaura ist ein Dorf in dem Distrikt Mahoba, dem allerärmsten Teil der Bundelkandregion in Indien .

Mit 4.404 Einwohnern ist es nur knapp halb so groß wie der Stadtteil Holzlar in Bonn. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung zählt zu den untersten Gesellschaftsschichten, jeder dritte zu den sogenannten „Unberührbaren“. Das bedeutet für uns unvorstellbare Diskriminierung von der Wiege bis zur Bahre. Nicht einmal Wasser aus dem Dorfbrunnen dürfen diese Menschen schöpfen. Die gravierende Benachteiligung spiegelt sich auch in der wirtschaftlichen Situation wieder: Ein Großteil der 707 Familien ist von der Landwirtschaft abhängig, doch die kleinen Parzellen der armen Familien reichen bei weitem nicht, um genügend zum Überleben zu produzieren.

So migrieren 550 Männer und 400 Frauen regelmäßig, um in anderen Bundesstaaten Arbeit zu suchen. Zurück bleiben Kinder und alte Menschen. Kein Wunder, dass von den 210 Kindern zwischen 6 und 14 Jahren nur gut die Hälfte zur Schule gehen. Die anderen arbeiten vielfach schon - oder Mädchen sind bereits verheiratet. In der Mittelschule finden sich schon nur noch 49 Jungen und 23 Mädchen. Dass selbst im Kindergarten nur 87 Mädchen angemeldet sind (im Gegensatz zu 122 Jungen) lässt ahnen, dass selektive Abtreibung weiblicher Föten und Benachteiligung der Mädchen von Geburt an zur Lebensrealität gehören.

Bagaura: Noch ist es für uns nicht viel mehr als ein Name. Aber in drei tagen werden Sabine Nitschke und ich aus unserer Gemeinde Elvira Greiner nach Indien begleiten - auch nach Bagaura. So wird die Verbindung von Mensch zu Mensch Schritt für Schritt vertieft. Das wird uns hier in der Dornbuschkirchengemeinde bewegen - im Herzen und zum Tun!

Und was unsere Beziehung für die Menschen in Bagaura und den Nachbardörfern bedeutet, das können wir heute erst nur ahnen. Die finanzielle Förderung ist wichtig - und die menschliche Zuwendung nicht minder. Wenn auch hier die Menschen einmal an den Punkt kommen, dass sie sagen: „Danke, wir schaffen es jetzt alleine!“, dann ist das das größte Geschenk, das uns diese Reise geben kann!

21 Ansichten

Ich bin Karin Freist-Wissing, Musikerin,

im Februar 2020 fahre ich mit einer Delegation der Andheri-Hilfe Bonn nach Indien, um dort Menschen kennenzulernen und zu unterstützen, sich und ihren Familien ein selbstbestimmtes Leben aufbauen zu können.

Ich freue mich auf das Land und die Menschen in Indien.

Viel Freude mit meinem Blog www.karindien2020.com

 

 

 

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