Neue Erkenntnisse im Slum Moosanagar von Hyderabad

Zuerst einmal muss ich sagen, dass der Besuch in einem Slum alle Vorstellungen davon, wie sich das Leben dort abspielt, bei mir Vollständig über den Haufen geworfen hat. Ja es stimmt, die Menschen dort leben in ärmlichen Verhältnissen, ja es stimmt, der Müll liegt auf den Straßen und um die kleine Siedlung herum. Ja es stimmt, die Menschen haben so gut wie nichts.

aber: diese Freude auf den Gesichtern, wenn Sie uns begegnen. Diese Fröhlichkeit und der Stolz, wenn Sie uns ihr winziges Zimmer zeigen in dem die ganze Familien lebt.

die Begeisterung der Kinder die uns einen Tanz aufgeführt haben.

die selbstbewusste aber doch zurückhaltende Neugier, mit der sie uns fragen wo wir herkommen und wer wir sind.

Das war eine sehr tief bewegendes Erlebnis.

Dieser Mann hat uns sehr stolz seine beiden kleinen Söhnen präsentiert


. Hier seht

ihr das Kinder Parlament im Slum Moosanagar. Sie treffen sich jede Woche, besprechen wichtige Dinge. Hier machen Sie gerade gemeinsam Hausaufgaben. Es gibt verschiedene Minister, die für verschiedene Bereiche zuständig sind. Das Mädchen vorne mit dem hellblauen Tuch und der orangenen Hose ist Gender- Ministerin und kümmert sich um die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen.


Diese alte Frau verkauft vor ihrem Haus Chips und Bonbon. Das hat sie uns im Kreise ihrer großen Familie ganz stolz präsentiert


. Dieser kleine Junge hat uns den ganzen Weg durch den Slum hindurch begleitet, hinter fast jeder Ecke tauchte er wieder auf und hat uns ganz fröhlich angelacht.


Diese beiden Frauen arbeiten im Büro des Slums Moosanagar, das sich in wichtigen Angelegenheiten selbst verwaltet. Das Büro ist winzig klein ohne Computer, dafür mit umso mehr Liebe eingerichtet


Hier seht ihr die Familie der Kleinen Gender-Ministerin aus dem Kinder Parlament. Sie ist 14 Jahre alt und heißt: Maheshwari.

sie hat uns auch ein Stück begleitet und mir sehr stolz ihr Haus gezeigt. Ihr Haus besteht aus einem winzigen fensterlosen Raum, vielleicht 6 m² groß. Darin ist ein Steinfußboden, an der Wand ein einziges Regal mit Tassen und Tellern aus Blech. In einer Ecke steht ein Besen, in einer anderen ein Stapel mit Kleidung. Hier wohnt sie mit ihren Geschwistern und Eltern. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, dass sie alle auf dem Boden liegen können so klein ist es. Aber sie hat es mir ganz glücklich und stolz präsentiert.


Es gibt im Slum Moosanagar einen Versammlungsraum, den seht ihr hier. Die Menschen, vor allem die Frauen, kommen zusammen, um sich zu organisieren, und wichtige Anliegen zu bereden.

Die Menschen im Slum haben sich gut organisiert, es gibt verschiedene Gremien, die für verschiedene Aufgaben zuständig sind. Dann wählen Sie ihre Leader, die sich in Dachorganisationen zusammen tun. Viele von den Frauen arbeiten als Domestic Workers in unterschiedlichen Haushalten. Dort sind sie der Willkür der Arbeitgeber schutzlos ausgesetzt. Die Bruderschaft des Montfort social Institut kümmert sich um diese Menschen und stärkt sie, damit sie ihre Rechte wahrnehmen können, und in Würde ein Teil dieser Gesellschaft sein können.

Es gibt mittlerweile eine Organisation, der die Frauen beitreten können, und die sie nterstützt im Kampf um gerechte Arbeitsverhältnisse.

Diese Organisation spricht auch die Arbeitgeber an und versucht sie ins Boot zu holen.



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Ich bin Karin Freist-Wissing, Musikerin,

im Februar 2020 fahre ich mit einer Delegation der Andheri-Hilfe Bonn nach Indien, um dort Menschen kennenzulernen und zu unterstützen, sich und ihren Familien ein selbstbestimmtes Leben aufbauen zu können.

Ich freue mich auf das Land und die Menschen in Indien.

Viel Freude mit meinem Blog www.karindien2020.com

 

 

 

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