PANI - Frauenrechte sind Menschenrechte


Pani ist die Abkürzung für:

People‘s Action for National Integration.

Diese NGO (non government Organisation)

wurde 1986 gegründet und 1989 als Verein eingetragen. Heute wird Pani in dritter Generation geleitet und ist eine große, hervorragend strukturierte Organisation mit 310 hauptamtlichen, 389 „fieldworkers“ und 600 ehrenamtlichen Mitarbeitern.


Dies ist Mr. Deo Datt (Head operations, sein Großvater und Vater haben diese Organisation vor ihm geleitetet) hat uns drei Tage auf unserer Reise in die Projekte von Pani begleitet.

Pani arbeitet in den stark unterentwickelten Gebieten in der Region Uttar Pradesh im Nordwesten von Indien.

Das Konzept von Pani ist tief verwurzelt in der Ideologie Mahatma Gandhis.

Die Schwerpunkte der Arbeit sind:

- Kinderentwicklung und Bildung

- Gesundheit, Ernährung und Hygiene

- nachhaltiger Lebensraum

- Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen

- Natural Resource Management

- Klimawandel



Wir haben gestern drei Orte besucht, an denen Pani seit ca. drei Jahren mit den Menschen arbeitet.

Wir besuchen Projekte, die sich um Mädchen und junge Frauen kümmern.

In Uttar Pradesh gibt es viele abgelegene Dörfer, in denen Mädchen unter für uns unvorstellbaren Bedingungen leben müssen. Sie werden im Haus eingesperrt und dürfen es nur für Arbeiten wie Wasserholen, Kuhdung sammeln, Wäschewaschen am Dorfbrunnen verlassen.

Viele Mädchen gehen nicht zur Schule, weil sie als Arbeitskraft gebraucht werden, und auch, weil ihre Eltern Mädchenbildung für unnötig halten.

In diese Gebiete hat Pani ihre Fieldworkerinnen geschickt, um zu den Mädchen Kontakt aufzubauen.


Das ist Rupa. Sie ist socialworkerin und hat vor drei Wochen geheiratet. Ihr Mann arbeitet bei der Armee. Rupa hat zu ihm gesagt:“ Ich heirate dich, aber ich arbeite weiter. Du verteidigst in der Armee unser Land, ich verteidige bei Pani die Menschenrechte“

Diese Fieldworkerinnen haben das Programm von Pani selbst als junge Mädchen durchlaufen. Sie wissen genau, worauf es bei dieser anspruchsvollen Arbeit ankommt.

Bei den Erstkontakten in den Dörfern haben sie mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Widerstand der Eltern und Brüder ist oft groß, die Mädchen überhaupt aus dem Haus gehen zu lassen.

Die Mädchen haben selber Angst. Deo Datt erzählt uns, dass manche auf Bäume geklettert sind, um unereichst zu sein.

Wenn die Mädchen dann kommen, wird mit Sport- und Spielangeboten Vertrauen aufgebaut.

In den geschützten Räumen der Mädchengruppen können sie frei und offen über ihre Ängste und Träume reden.




Wie schnell diese Mädchen Selbstvertrauen gewinnen und zu starken Persönlichkeiten heranwachsen, durften wir in diesem ResourcenCenter erleben:



Dieses Mädchen hat Cricket spielen gelernt, was bisher nur den Jungen erlaubt war. Sie möchte Cricket Champion werden.

Dieses Mädchen möchte Lehrerin werden.


So groß ist Indien, so klein ist Deutschland.


Es war absolut begeisternd zu erleben, wie sich diese Mädchen in nur drei Jahren zu freien Persönlichkeiten entwickelt haben.


Manche Männer sehen das durchaus skeptisch.



Denn auch die Männer müssen ihr Leben grundlegend verändern und mit alten Traditionen brechen.

Pani bezieht die Jungen und Männer in diese Entwicklungsarbeit mit ein. Wir konnten auch mit ihnen reden. Hier meldet sich ein Bruder zu Wort, der zugibt, etwas neidisch auf die tollen Sportangebote für seine Schwester zu sein, aber diese neue Entwicklung doch positiv sieht.


Tief bewegt und begeistert sagen wir Auf Wiedersehen!



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Ich bin Karin Freist-Wissing, Musikerin,

im Februar 2020 fahre ich mit einer Delegation der Andheri-Hilfe Bonn nach Indien, um dort Menschen kennenzulernen und zu unterstützen, sich und ihren Familien ein selbstbestimmtes Leben aufbauen zu können.

Ich freue mich auf das Land und die Menschen in Indien.

Viel Freude mit meinem Blog www.karindien2020.com

 

 

 

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