„You are individual persons, so you can help an individual“

Dieser Satz des Leiters der Community Beerappagatta in Hyderabad hat mich sehr beeindruckt. Er passt genau zu der Antwort der Gründerin von Andheri, Rosie Gollmann (92 Jahre alt), auf die Frage:“ woher nehmen Sie die Motivation zu helfen bei diesen vielen Millionen bitterarmen Menschen in Indien?“

Sie antwortete auf diese Frage:“ Ich fahre nach Indien und helfe einem einzigen Menschen!“


Angesichts der vielen, vielen Menschen in Indien, die weit unter der Armutsgrenze leben ist das die einzige Möglichkeit...

Ich habe in der Begegnung mit den Menschen hier eines ganz schnell gelernt, wir können unterstützen und helfen, aber wir können auch so viel von diesen Menschen lernen: die Fröhlichkeit, Gelassenheit, Zufriedenheit. Ja es klingt seltsam, wenn man das Zuhause dieser Menschen sieh, die zum Teil mit 6-8 Personen in einem einzigen kleinen fensterlosen Zimmer wohnen. Aber es ist tatsächlich so, die Menschen begegnen uns mit Freude und Stolz.


Diese alte Frau zum Beispiel ist 96 Jahre alt. Mit vielen Gesten und sehr wortreich erzählt sie uns aus ihrem Leben. Wir haben die Worte natürlich überhaupt nicht verstanden, aber wir haben trotzdem verstanden was sie uns erzählt hat. Sie hat uns von ihrer großen Familie erzählt, von ihrem Leben hier in diesem Dorf, das sie niemals verlassen hat. Sie hat ihren Platz vor dem Gemeinschaftshaus des Dorfes. Dort sitzt sie den ganzen Tag, und alle Menschen die an ihr vorbei gehen halten ein Schwätzchen mit ihr und lachen mit ihr gemeinsam.









Habt ihr verstanden was diese Frau uns erzählt?


Beerappagatta ist eine community. Das heißt ein Slum hat angefangen, sich selbst zu organisieren mit Hilfe von außen. Die Menschen schließen sich zu Gemeinschaften zusammen, die alle ihre speziellen Aufgaben haben. Dafür gibt es dann auch eine Dachorganisation, die die Slums eines gesamten Gebietes betreut. In Beerappagatta spürt man sehr deutlich, dass diese Selbstorganisation schon viele Jahre sehr gut läuft. Es gibt eine gut funktionierende Schule, sogar eine Highschool.


Die Schuluniform erstreckt sich nicht nur auf die Kleidung, sondern sogar auf die Frisur.


In dem Dorf-Gemeinschaftshaus konnten wir mit Frauen und Männern dieses Dorfes sprechen. Hier einige Bilder der Individuals.










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Ich bin Karin Freist-Wissing, Musikerin,

im Februar 2020 fahre ich mit einer Delegation der Andheri-Hilfe Bonn nach Indien, um dort Menschen kennenzulernen und zu unterstützen, sich und ihren Familien ein selbstbestimmtes Leben aufbauen zu können.

Ich freue mich auf das Land und die Menschen in Indien.

Viel Freude mit meinem Blog www.karindien2020.com

 

 

 

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