Andheri Hilfe

Dieser Text über die Andheri-Hilfe ist von der Homepage der Organisation entlehnt. Wenn Sie sich weiter informieren wollen: https://www.andheri-hilfe.de

Vision

Wir sehen eine Welt, die für alle lebenswerter geworden ist. Eine Welt, in der Fortschritt ein Mehr an Gerechtigkeit und Menschlichkeit bedeutet; eine Welt, in der heutigen und künftigen Generationen Zukunftschancen gesichert werden.

Auftrag

Wir wollen immer mehr benachteiligten Menschen die Chance geben, in Würde zu leben. Deshalb tragen wir zur nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Lebensbedingungen sowie zur Wahrung der Menschenrechte armer unterprivilegierter Bevölkerungsgruppen im indischen Subkontinent bei - ungeachtet ihres Geschlechtes, ihrer Religion, ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder Kaste. Gleichzeitig bieten wir den Menschen hier in Deutschland/Europa Chancen für ein sinnstiftendes Engagement. Auf diese Weise leisten wir einen Beitrag dazu, dass immer mehr Menschen sich der gegenseitigen Verantwortung in einer globalisierten Welt bewusst werden und bereit sind, die Würde eines jeden Menschen anzuerkennen.

Grundsätze der Projektarbeit

• Wir wollen die ärmsten Bevölkerungs-schichten erreichen, ohne Rücksicht auf Hautfarbe, Kaste oder Religion.

• Wir legen Wert darauf, dass die Projekte an der Wurzel ansetzen, um nicht Symptome, sondern Ursachen der Armut dauerhaft zu beseitigen.

• Wir wollen mit den von uns geförderten Projekten dazu beitragen, Menschenrechte zu stärken und jegliche Form von Diskriminierung zu bekämpfen.

• Wir legen Wert darauf, die Selbsthilfekräfte, die Eigenverantwortlichkeit und die Selbstbestimmung der Zielgruppen zu stärken. Die Menschen selbst müssen an Planung und Durchführung ihrer Projekte intensiv partizipieren.

• Wir arbeiten ausschließlich mit einheimischen Projektträgern zusammen: Niemand anders kennt die Situation, die Kultur, die Menschen vor Ort so gut wie sie.

• Wir achten darauf, dass das Umfeld in die Projektplanung einbezogen wird: Wenn Netzwerke entstehen, können die Menschen umso wirkungsvoller für ihre Rechte eintreten.

• Wir legen Wert darauf, dass die Projektmaßnahmen umweltfreundlich und nachhaltig sind, d.h. die Lebensgrundlagen auch künftiger Generationen bewahren bzw. wieder herstellen.

• Wir respektieren die kulturellen Werte der Zielgruppen und unterstützen sie dabei, die ihnen wertvollen Traditionen und Lebensweisen zu bewahren.

• Wir legen Wert darauf, mit den Projektträgern einen intensiven, partnerschaftlichen Dialog zu unterhalten, der zu einem gemeinsamen Lernprozess führt.

• Wir leisten immer nur zeitlich begrenzte Starthilfe. Deshalb unterstützen wir die Zielgruppe dabei, von Anfang an die Weiterführung ihres Entwicklungsprozesses aus eigenen Kräften zu planen.

Rosi Gollmann (92) gründete die ANDHERI HILFE

Alles begann an einem Tag im Jahre 1959, als eine Schülerin von Rosi Gollmann ihr einen Artikel aus der deutschen Illustrierten Stern in den Unterricht brachte. Die dort beschriebene Not indischer Findelkinder in einem Waisenhaus in ANDHERI bei Bombay (heute Mumbai) ließ Rosi Gollmann keine Ruhe. Zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern brachte sie hunderte von Päckchen mit lebenswichtigen Artikeln für die Waisenkinder in Andheri auf den Weg.

Rosi Gollmann - Gründerin der ANDHERI HILFE

Person und Leben von Rosi Gollmann

Rosi Gollmann wurde am 9. Juni 1927 als jüngstes von drei Kindern einer Bonner Kaufmannsfamilie geboren. Als Kind erlebte sie in ihrem bürgerlichen, christlich geprägten Elternhaus die ideologische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Ihre Jugend war geprägt vom Krieg: Ihr ältester Bruder fiel 1941 in Afrika; der jüngere Bruder war viele Jahre in polnischer Gefangenschaft. Fliegerangriffe, Flucht aus der Heimat, das Erlebnis von Not und Tod, vom Kampf ums Überleben und von der Härte des Neuanfang. Dies alles ließ tiefe Spuren in ihr zurück. Darin liegen wohl die Wurzeln für die Entscheidung der Achtzehnjährigen, auf Ehe und Familie zu verzichten. Sie wollte sich uneingeschränkt sozialen Aufgaben widmen.

Der Anfang der ANDHERI HILFE

Rosi Gollmann studierte Theologie. Als katholische Religionslehrerin in Bonner und Kölner Berufs- und Berufsfachschulen waren für sie Religion immer eine Sache der Tat. So auch an jenem Tag im Jahre 1959, als eine von Rosi Gollmann „sozial infizierte“ Schülerin ihr einen Artikel aus einer deutschen Illustrierten (Stern) in den Unterricht brachte. Die dort beschriebene Not indischer Findelkinder in einem Waisenhaus in ANDHERI bei Bombay (heute Mumbai) ließ Rosi Gollmann keine Ruhe und sie organisierte die erste Hilfsaktion.

Erste Reise nach Indien

Ihre erste Reise dorthin im Jahre 1962 gab dann ihrem Leben die vollständige Wende (es folgten viele weitere Reisen nach Indien und später auch nach Bangladesch; die genaue Zahl ihrer Fahrten hat sie nie gezählt). Vor Ort informierte sie sich intensiv, lernte die Armen und Notleidenden, die Entrechteten und Ausgestoßenen kennen und lieben. Zurückgekehrt machte sie die Menschen in Deutschland unermüdlich auf die Not dort und auf unsere Verantwortung hier aufmerksam, scharte immer mehr Gleichgesinnte um sich und motivierte zum Teilen. Ihre überzeugenden Aktivitäten wirkten ansteckend.

1967: Gründung als Verein

Und so kam es 1967 zur Gründung der Andheri-Hilfe Bonn e.V. in Bonn. Hauptziel war zu Anfang die Sicherung der täglichen Hand voll Reis für die etwa 400 Kinder in diesem Waisenhaus St. Catherine’s Home zu Andheri.
In den Folgejahren erlebte die ANDHERI HILFE mit Rosi Gollmann als ihrer ersten Vorsitzenden einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Es ging bald nicht mehr um die Bekämpfung der Symptome wie Hunger und Krankheit, sondern um das Hinterfragen und Anpacken der Ursachen: ein unverkennbar klarer Weg vom Ansatz rein karitativer Hilfe hin zu partnerschaftlicher  Entwicklungszusammenarbeit.

Weiterdenken - mit den Menschen vor Ort

Die sich daraus ergebende Konsequenz war für Rosi Gollmann und ihre ANDHERI HILFE, dass die Förderung bald nicht mehr allein den notleidenden Kindern im St. Catherine’s Home zu Andheri und in anderen indischen Waisenhäusern galt: Jetzt wurden Straßenkinder und Kinderarbeiter, Kinder mit Behinderungen sowie deren Familien und unterprivilegierte Frauen zu wichtigen Zielgruppen. Diese Ausdehnung der Aktivitäten geschah nicht vom „grünen Tisch“ in Deutschland aus: Immer wieder analysierte Rosi Gollmann im intensiven Dialog mit den Betroffenen deren Situation von Armut und Ungerechtigkeit und suchte mit ihnen gemeinsam nach angemessenen Lösungen. Dabei wagte sie innovative Ansätze, auf die Erfordernisse der jeweiligen Situation der Armen zugeschnitten.

Ich bin Karin Freist-Wissing, Musikerin,

im Februar 2020 fahre ich mit einer Delegation der Andheri-Hilfe Bonn nach Indien, um dort Menschen kennenzulernen und zu unterstützen, sich und ihren Familien ein selbstbestimmtes Leben aufbauen zu können.

Ich freue mich auf das Land und die Menschen in Indien.

Viel Freude mit meinem Blog www.karindien2020.com

 

 

 

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